Heute geht es darum, was man tun kann, um gerade bei Reisen in die östliche Richtung – also nach Asien – einen Jetlag zu vermeiden oder zumindest abzuschwächen.

Knapp neun Monate Recherche und Planung sind vergangen. Zwischendurch hatte ich immer wieder das Gefühl, die Zeit würde überhaupt nicht vergehen, schließlich war ich inzwischen so gut wie reisefertig. Besonders nach dem Lesen des letzten Buches über die Mentalität der Koreaner fühlte ich mich bestens gerüstet und ebenso neugierig auf Land und Leute.

Doch bevor ich endlich in den Flieger in Richtung Asien steigen konnte, brach die letzte – und in meinen Augen sehr wichtige – Etappe der Reisevorbereitungen an: die Jetlag-Prophylaxe.

Jetlag Ost/West

Reist man in Richtung Westen – z. B. in die USA – ist es so, dass man einen SEHR langen Tag vor sich hat und nach deutscher Zeit einfach SEHR spät schlafen geht.

Das bedeutet zwar, dass man am Ankunftstag bzw. -abend so richtig müde ist, aber der zu erwartende Jetlag trotzdem äußerst human ausfällt.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es wichtig ist, bis zum Abend aufzubleiben, aber nichts dagegen spricht, früh ins Bett zu gehen. Bettzeit um 20:00 Uhr ist daher völlig ok, später als 22:00 Uhr sollte es nicht werden, damit man am nächsten Morgen fit ist. Sollte man vor Übermüdung nicht einschlafen können, helfen Baldrian oder auch ¼ – ½ Hoggar (ein frei verkäufliches Schlafmittel). Mehr sollte man nicht nehmen, sonst ist man am nächsten Morgen leicht groggy. Dann am besten 8 – 9 Stunden Schlaf. Eventuelle Kopfschmerzen am Morgen vertreibt frische Luft und damit sollte der Jetlag im Normalfall überstanden sein.

Anders sieht es jedoch aus, wenn man in Richtung Osten – also nach Asien – reist. Dadurch dass die Aufstehzeit für uns „mitten in der Nacht“ ist, also in die Tiefschlafphase zwischen 2:00 und 3:00 Uhr, fällt uns dieser Jetlag so besonders schwer. Man hat in der ersten Tageshälfte oft das Gefühl zu schlafwandeln.

Meistens landen die Flugzeuge in Asien relativ früh am Morgen. Wer im Flieger schlafen kann, ist eindeutig im Vorteil. Wer das nicht kann, so wie ich, muss den ersten Tag irgendwie überstehen.

Was bedeutet nun Jetlag-Prophylaxe?

Hierbei geht es darum, sie VOR der Reise der dortigen Zeit anzupassen. Das ist besonders wichtig in die asiatische Richtung, da dieser Jetlag (wie zuvor beschrieben) heftiger ist und dazu auch noch länger dauert.
Wenn man sich vorher anpasst, vermeidet man, in den ersten Tagen nicht voll dabei zu sein. Urlaubstage sind kostbar und ganz besonders dann, wenn man in die Ferne reist und viel sehen und entdecken möchte. Daher macht es Sinn, sich schon Zuhause der neuen Zeit anzupassen.

Wie läuft die Prophylaxe ab?

Im Fall von Südkorea zur Sommerzeit waren 6 Stunden zu überbrücken. Ich habe mir dafür knapp 2 Wochen Zeit genommen, um die Umstellung so sanft wie möglich zu erreichen.

Mein normaler Rhythmus liegt bei ca. 7:00 Uhr aufstehen und ca. 22:30 Uhr Schlafengehen.

Dementsprechend habe ich die Zeiten langsam verlegt:

4 Tage: Aufstehen 5:00 Uhr – Schlafen 20:30 Uhr
4 Tage: Aufstehen 4:00 Uhr – Schlafen 19:30 Uhr
4 Tage: Aufstehen 3:00 Uhr – Schlafen 18:30 Uhr

Ich habe es so gehalten, dass ich alles, was irgendwie zu erledigen war, morgens erledigt habe. Dazu kamen Schrank aufräumen, Keller aufräumen und solche Dinge, zu denen man sonst oft nicht kommt. Wichtig ist, sich zu beschäftigen. Fernsehen ist dabei eine ganz schlechte Idee!

Abends einzuschlafen, war das Schwierigste. Baldrian, eine Schlafmaske und (wenn es gar nicht anders geht) auch mal ¼ – ½ Hoggar helfen. Wichtig ist nur, nicht wieder aufzustehen.

So vorbereitet, war es am Abreisetag leicht, noch eine Stunde früher auszustehen. Ich war ausgeschlafen, munter und bereit für neue Abenteuer.

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