Obwohl ich hundemüde war, nachdem ich mich in meinem Zimmer häuslich eingerichtet hatte, zog es mich doch hinaus. Ich wollte jetzt – am frühen Nachmittag – auch auf keinen Fall schlafen, sonst würde ich die Bemühungen meiner Jetlag-Prophylaxe kaputtmachen. Stattdessen wollte ich die nähere Umgebung erkunden und ein wenig in das Flair der noch fremden Stadt eintauchen. Auf meinem Programm standen Coex Mall und Bongeunsa Tempel.

Coex Mall

Zwei Stationen mit der Metro bis Samseong und ich fand mich inmitten des modernen Seoul wieder.

Mein Weg führte mich zur COEX Mall. Auf dem Vorplatz wurde gerade ein Frühlingsfest mit europäischem Bier gefeiert.

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Frühlingsfest vor der Coex Mall in Seoul, Südkorea

Als Frau mit dem Shopping Gen musste ich natürlich kurz auch in die Mall schauen, einfach nur um zu sehen, wie so etwas in Südkorea ausschaut. Mein erster Eindruck war sehr positiv, alles war sehr modern und freundlich und sauber. Die vielen Geschäfte wollte ich mir für später aufheben.

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Coex Mall in Seoul, Südkorea

Am allerersten Tag stand mir mehr der Sinn danach, etwas über die Kultur meines Gastlandes zu erfahren.

Bongeunsa Tempel

Daher war mein eigentliches Ziel nicht ein Konsumtempel sondern der Bongeunsa Tempel, der sich nur wenige Gehminuten entfernt befindet. Die buddhistische Kultur interessierte mich sehr. Laut Wikipedia waren 2011 23,7 % der Südkoreaner Buddhisten. Damit ist der Buddhismus nach dem Christentum mit 31 % die zweitstärkste Glaubensrichtung.

Der Bongeunsa Tempel wurde im Jahre 794 erbaut und war der größte Tempel in Seoul während der Silla Dynastie.

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Bongeunsa Tempel in Seoul, Südkorea

Der Tempel war an diesem Tag sehr gut besucht. Ob das so war, weil am Samstag viele Menschen frei haben oder ob es einen besonderen Grund dafür gab, konnte ich nicht herausfinden.

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Laternendach, Bongeunsa Tempel, Seoul, Südkorea

Die Exotik, die von dem Tempel und seinen Menschen ausging, berührte mich sehr. Kleine Papierlaternen, die überall aufgehängt waren, leuchteten in kräftigen bunten Farben. Die Menschen schienen gut gelaunt und fröhlich. Auch als einzige Nicht-Asiatin fühlte ich mich vom ersten Moment an zwischen Ihnen sehr wohl und die buddhistische Kultur so hautnah zu erleben, war ein echtes Highlight.

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Bongeunsa Tempel

Die Müdigkeit trieb mich zurück zu meiner Unterkunft. Auf dem Weg zur Metro-Station aß ich noch eine Kleinigkeit in einem Fastfood-Restaurant in der Coex Mall. Danach ging mein erster Tag in Seoul zu Ende. Ich wollte nur noch ins Bett und schlafen.

 

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