Hallo, ich bin’s die Luna… wuff. Heute möchte ich euch davon erzählen, wie ich mein größtes Abenteuer erlebt habe… und Luna die Ausreißerin wurde… wuff…

Die letzten Tage war es bei uns zu Hause ziemlich turbulent. Dann ist Papa mit einem großen Koffer verschwunden und ich musste zusehen, wie auch mein Rucksack gepackt wurde. Das ganze verwirrte mich natürlich. Fahren wir in den Urlaub? Oder? Mit dem Wort „Reha“ konnte ich nichts anfangen.

Meine Pflegefamilie

Wenn meine Leute verreisen, gehe ich zu meiner Pflegefamilie. Dort fühle ich mich fast wie zu Hause. Und ich habe auch einen Spielkumpel, den Anton! Mit Anton kann ich herrlich spielen und rumtoben… Wuff! Und danach wird gechillt!

Anton und Luna

„Luna, du gehst für ein paar Tage zu deiner Pflegefamilie. Da kannst du dann schön mit Anton spielen. Die Mama muss arbeiten,“ sagte Mama schließlich. So wusste ich, was mich erwartete und war beruhigt. Bei Anton und seiner Familie war ich gern… den ganzen Tag mit meinem Havaneserkumpel abhängen, ist zwar anstrengend, aber macht auch jede Menge Spaß.

Morgenrunde mit Folgen

Nur einen Nachteil hat das Ganze, an Ausschlafen ist morgens nicht zu denken. Bei meiner Pflegefamilie geht es immer früh raus, um die Morgengeschäfte zu erledigen. So war es dann am darauffolgenden Montagmorgen auch noch dunkel, als wir unterwegs waren. Wir kamen gerade zurück, ich noch immer nicht so ganz wach und eigentlich nur darauf bedacht, mich irgendwo gemütlich zusammenzurollen und vor mich hin zu dösen… Da höre ich etwas Seltsames am Gartentor… erschrecke mich fast zu Tode und folge meinem Instinkt…

Also ich renne mal los… an der Straße bleibe ich stehen… meine Pflegeeltern locken mich… ich nähere mich langsam an… nicht sicher, ob es sicher ist… Hände wollen mich greifen… Keine Chance…wuff… In solchen Momenten bin ich eigen und reagiere nur noch nach Instinkt und das heißt ich renne… renne.. und renne…

Irgendwann bin ich vollkommen außer Puste und bleibe stehen… schaue mich um. Ich bin ganz allein… im Dunklen… irgendwo… keine Ahnung wo… WUUFFf… wuuuffff… Ich will zurück… ins warme Bett… kuscheln… aber keiner ist da. Ich laufe hierhin… laufe dahin… wuuuffff… Ich will nicht länger Luna die Ausreißerin sein. So langsam wird es hell… und ich habe noch immer keine Ahnung, wo ich bin und was ich machen soll… Hiiiiillllffffeeee…

Luna schaut etwas hilflos in die Gegend

Luna will nach Hause!

Was soll ich nur tun… ich will nach Hause… zu meiner Mama…

Und dann laufe ich los…

konzentriere mich…

falscher Weg….

weiter…

schnüffeln…

Luna erschnüffelt ihren Weg

nach Hause…

ich muss nach Hause…

Licht am Ende des Tunnels

Zielstrebig laufen ich weiter.

Luna marschiert zielstrebig voran

Irgendwann kenne ich mich aus… Hier gehen wir immer hin, wenn Mama sagt: Luna, wir müssen zum Baumarkt… zum Bäcker… die Sparkasse… die Apotheke…Wuff… ich sehe meine Hundewiese. Jetzt bin ich gleich da… Luna die Ausreißerin ist wieder zu Hause!

Ich setze mich vor die Haustür und warte… Aber unser Auto ist nicht da… Mama… Dann hörte ich vertraute Geräusche… unser Auto fährt auf den Parkplatz… und Mama steigt aus… ich laufe los… und Mama läuft los…

Mama nimmt mich auf den Arm… ich kuschele mich an… Mama weint mein Fell nass… Aber jetzt ist doch alles wieder gut. Ich bin zu Hause… ich bin ja so froh… und glücklich… Wuff…

Luna und Mama wieder vereint
PS: Die Fotos stammen natürlich nicht von Lunas Ausreißerabenteuer, sondern aus dem Archiv.

1 Kommentar

  1. Liebe Luna,
    mach das bloß nie wieder!!!! Als du weg warst, das waren mit die schlimmsten Stunden in meinem Leben.
    Da klingelte morgens kurz nach 6:00 Uhr das Telefon und als ich die Nummer deiner Pflegemama sah, dachte ich zuerst, du seist krank. Als ich hörte, dass du weggelaufen bist, kam die Panik. Nur eben die Jacke über den Schlafanzug und los… suchen.
    Zu dritt haben wir erst die nähere und dann die weitere Umgebung abgesucht. Was hatten wir eine Angst um dich. Dass dir etwas passiert. Bloß gut, es war Rosenmontag und nicht so viel Verkehr auf den Straßen.
    Wir hatten Unterstützung von einer Frau, die sich im Tierheim/Tiernotruf (jedenfalls für Tiere) engagiert. Ich war so aufgeregt, dass ich das nicht mehr genau weiß. Sie meinte jedenfalls, du würdest nach Hause laufen. Ich konnte mir das nicht vorstellen, da wir ja nie diesen Weg zu Fuß gelaufen waren und es auch ziemlich weit ist für einen kleinen Havaneser.
    Aber nach ergebnisloser Suche zu Fuß fuhr ich dann mit dem Auto nach Hause, nur um nachzusehen. Du warst nicht da!
    Ich saß heulend im Auto, als die Nachricht kam, dass du gesichtet wurdest. Eine Frau meldete sich über Facebook – sie hatte einen kleinen hellen Hund allein an der großen großen Kreuzung Werther Straße gesehen.
    Das warst du!!!! Und so sehr ich erleichtert war, so sehr hatte ich Angst. Dort kanntest du dich zwar aus und würdest ohne Probleme nach Hause finden. ABER du musstest dazu die große Werther Straße überqueren.
    Ich machte mich auf den Weg dorthin… fuhr langsam, scannte die Umgebung. Konnte dich nirgendwo finden. Also suchte ich die Umgebung der Kreuzung zu Fuß ab. Nichts!
    So fuhr ich wieder zurück nach Hause… hoffte, bangte…
    Und da entdeckte ich dich, im Hauseingang sitzend. Wartend.
    Ich war so überglücklich und erleichtert!
    Danken möchte ich an dieser Stelle der Frau, die uns bei der Suche geholfen hat. Danke!!!!!
    Und ebenso von Herzen Danke an die Frau, die sich gemeldet hat, nachdem sie Luna allein an der Kreuzung gesehen hat!!!
    Und zum Schluss noch eine Bitte: Sollten Sie irgendwann irgendwo einen einsamen Hund umherstreifen sehen, bitte geben Sie diese Info weiter, teilen Sie sie in den sozialen Medien, informieren Sie das örtliche Tierheim. Mit großer Wahrscheinlichkeit sucht ein verzweifeltes Frauchen oder Herrchen nach diesem Ausreißer!

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