Heute steht die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem auf meinem Programm. Danach wollte ich eigentlich noch einen Abstecher zum Mount Herzl und dem dort befindlichen Nationalfriedhof machen, da die Hitze aber so langsam ihren Tribut verlangt, werde ich den Berg wohl auslassen.

Ich fahre mit der Lightrail. Um mich herum wird auffallend viel Deutsch gesprochen. An der Endhaltestelle „Har Hertzl“. Eine deutsche Familie, Mutter, Vater und zwei Jugendliche sind sich sicher, dass sie noch eine Haltestelle weitermüssen, um nach Yad Vashem zu kommen. Ich erkläre Ihnen, dass sie hier aussteigen müssen und genau richtig sind.

Der Weg nach Yad Vashem ist nicht schwer zu finden. Jede Stunde gibt es auch einen kostenlosen Shuttlebus, aber der Weg ist wirklich nicht weit. Auch für den Besuch der Gedenkstätte wird kein Eintritt erhoben.

Weg nach Yad Vashem

Yad Vashem heißt offiziell „Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“ und erinnert und dokumentiert die nationalsozialistische Judenvernichtung. Am 19. August 1953 beschloss die Knesset das Yad-Vashem-Gesetz, das die Gedenkstätte als staatliche Behörde gründete. Jährlich kommen mehr als zwei Millionen Besucher hierher.

Nach dem Besuch der Gedenkstätte fühle ich mich körperlich nicht mehr wirklich in der Lage, einen Berg zu erklimmen. Also fahre ich zurück in die Stadt.

Dort mache ich noch einen kleinen Stadtbummel. Man merkt, dass es nur noch Stunden bis zum Shabbat sind. Überall herrscht eine ausgelassene und heitere Stimmung.

Straßenmusikant

Fotos Yad Vashem

Ich möchte an dieser Stelle einmal schweigen. Die Fotos sprechen für sich. Ist eine Erklärung nötig, findet ihr sie als Bildunterschrift.

Zugang zum Museum
im Museum
Das Haganah Schiff Exodus 1947
Etwa 4500 jüdische KZ-Überlebende versuchten 1947 mit der Exodus (ehemals Präsident Warfield) von Frankreich nach Palästina zu gelangen. Kurz bevor das Schiff Haifa erreichte, wurde es von britischen Kriegsschiffen angegriffen. Im Hafen wurden 28 verletzte Juden in Krankenhäuser in Haifa gebracht. Für die restlichen Exodus-Passagiere standen drei Deportationsschiffe bereit. Ein Teil der Mannschaft konnte sich an Bord der Exodus verstecken und später unerkannt entkommen, darunter auch der Kapitän.
Bilder von Frauen, die den Todesmarsch überlebten und später eine Familie gründeten.
Halle der Namen
Fotografien aus der Zeit des Holocaust
In der Halle der Erinnerung legte zufällig gerade ein deutscher Politiker einen Kranz nieder
Denkmal für die Kinder
In diesem dunklen Raum werden die Namen der ermordeten Kinder, deren Alter und Herkunftsland verlesen

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