Ein neuer Tag, es wird erst einmal der letzte in Tel Aviv sein. Da Jerusalem sicher auch noch recht anstrengend wird für meine Füße, möchte ich es heute ein wenig ruhiger angehen lassen. Es ist ein weiterer Stadtspaziergang geplant und am Abend möchte ich zum Hafen von Tel Aviv. Mehr als etwa 12 Kilometer laufen sollen es heute nicht werden.

Nach dem Frühstück breche ich auf. Erst einmal geht es ein ganzes Stück am Strand entlang. Irgendswann soll es dann über die Daniel Kalisher Straße Richtung Hassan Bek Moschee gehen. Ich kann die Straße jedoch nicht finden.

Strand Tel Aviv

Irgendwann wird mir klar, dass ich einen Denkfehler hatte. Ich bin Richtung Marina Tel Aviv gelaufen, muss aber eigentlich Richtung Jaffa. So viel dann zu es ruhiger angehen lassen.

Also kehrt und zurück in die andere Richtung. Trotz allem ist es immer schön, am Strand spazierenzugehen, sich einfach mal auf eine der zahlreichen Bänke im Schatten zu setzen und ein wenig genießen.

Strand Tel Aviv

Im Verlauf des Spaziergangs komme ich durch belebte Straßen, wo ich mal wieder vom hiesigen Verkehr geschockt bin. Die Hupe ist des Autofahrers liebstes Kind.

Gewusel am Markt

Aber ich durchquere auch kleine ruhige Straßen. Dort gefällt es mir besonders.

Ruhiges Tel Aviv

Eines stelle ich immer wieder fest. Die Menschen in Tel Aviv lieben Tiere. Man sieht unzählige Katzen auf den Straßen. Oft bin ich nicht sicher, dass diese irgenwo dazugehören. Aber dass sie irgendwer füttert, das sieht man. Alle sehen normal ernährt und gepflegt aus.

Katzen und Huhn

Und dann sind da ebenso unzählige Hunde, die auf den Straßen und in den Parks Gassi gehen oder einfach nur ihr Herrchen oder Frauchen begleiten. Sogar einen eingezäunten Hundeplatz habe ich gesehen.

Hundeplatz

Mein Weg führt mich auch nach Florentin. Bis dahin bin ich schon eine Weile unterwegs und die Füße qualmen. Also erst mal Pause.

Florentin Straßenschild

Die Einheimischen vergleichen Florentin häufig mit Soho oder der Lower Eastside in New York. Nun, zumindest am Tage fällt es schwer, das Künstlerviertel Florentin so zu betrachten. Es hat etwas, ok… passt irgendwie auch gut in diese junge hippe Stadt. Aber ganz subjektiv betrachtet: es gibt andere Teile der Stadt, die mich deutlich mehr ansprechen.

Wandgemälde Florentin

Deutlich mehr spricht mich das Rothschild Boulevard mit seinen teilweise sehr schönen Bauhaus-Gebäuden, dem vielen Grün und dem munteren Gewusel.

Rothschild Blvd.
Rothschild Blvd.
Rothschild Blvd.

An einem kleinen Laden auf der Sheinkin Straße kaufe ich einen frisch gepressten Granatapfel-Saft, dem auf Empfehlung des Händlers noch eine frisch gepresste Orange hinzugefügt wird. Der knapp 0,5 l Drink kostet umgerechnet 5 Euro, ist aber jeden davon wert.

Mein Saft wird zubereitet

So langsam geht es in Richtung Heimat. Meine Füße brauchen auch dringend eine Pause. 12,5 km sind es geworden. Da es morgen weiter nach Jerusalem geht und dort auch noch fußteschnisch anstrengende Tage vor mir liegen, beschließe ich, den Ausflug zum Tel Aviver Hafen auf meinen letzten Abend in Irael zu verschieben. Am Ende der Rundreise werde ich noch einmal hierhin zurückkehren.

Heute Nachmittag heißt es dann zum ersten Mal wieder Koffer packen und am Abend werde ich einfach nur runter zum Strand laufen, mir ein nettes Restaurant suchen und mit Blick aufs Wasser chillen.

Bald geht die Sonne unter

Ich habe heute dann doch noch einmal bei Mike‘s Place gegessen. Direkt an der Strandpromenade. Super nette Kellnerinnen, leckeres Essen und man fühlt sich auch als allein reisende Frau ausgesprochen wohl.

Sonnenuntergang Tel Aviv
Da taucht sie ins Meer

Danach ging es an den Strand, denn heute wollte ich endlich mal den Sonnenuntergang fotografieren. So ging der vorerst letzte Tag in Tel Aviv zu Ende… morgen melde ich mich wieder… dann aus Jerusalem.

Promenade Tel Aviv
Jaffa im Dunkeln

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