Sitze inzwischen auf dem Flughafen in Frankfurt. Endlich geht es los. Ich warte, dass sich die Türen für den Sicherheitscheck öffnen. Für Flüge nach Tel Aviv gibt es einen eigenen Bereich und offenbar auch ein eigenes Gate: C13

Die letzten Tage war Stress pur. Den Koffer dreimal ein- und wieder ausgepackt, bis alles passte. Noch schnell einen neuen Handgepäckskoffer gekauft, da das mit dem geplanten Rucksack einfach vorn und hinten nicht passte. Die ganze Technik muss nun mal ins Handgepäck.

Koffer

Gestern Abend brauchte es dann ein Viertel Höggerchen. Ohne war an Schlaf nicht zu denken. Dann heute Morgen ein letztes Fein-Tuning des Gepäcks… um 6:00 Uhr in der Frühe. Eigentlich hätte ich bis 8:00 Uhr schlafen können, aber daran war nicht zu denken.

Tobias hat mich dann zum Bahnhof nach Duisburg gebracht. Von dort aus ging es mit dem Zug weiter nach Frankfurt. Und hier bin ich nun.

Toll war, dass ich den großen Koffer gleich am Bahnhof aufgeben konnte. Schöner Service von Lufthansa.

Bahnhof Flughafen Frankfurt

Da es noch sehr früh ist, habe ich genug Zeit, um ein wenig für den Reiseblog zu schreiben und auch an den daheim gebliebenen Teil der Familie.

Hunger oder blöd, wenn man sich nicht auskennt

Mit etwas zu tun vergeht die Zeit schneller. Irgendwann lässt es sich nicht länger ignorieren. Ich habe Hunger!

Aber in diesem ganzen blöden C-Bereich gibt es nichts zu essen. Alles, was es gibt, ist ein riesiger Duty Free… der hilft mir jedoch nicht weiter.

Mir wird gesagt, im B-Bereich gibt es jede Menge Möglichkeiten, etwas Essbares zu finden. Toll! Aber um den B-Bereich zu erreichen, muss ich durch eine Sicherheitsabfertigung. Eigentlich habe ich dazu keine Lust. Mein Magen ist ganz anderer Meinung und schließlich gebe ich nach.

Flughafen Frankfurt

Es ist noch genügend Zeit, aber auch nich so viel, dass man nicht ein wenig auf sie achten sollte. Zurück nach C ist es weit.

Ich kann nicht widerstehen und gönne mir ein halbes Hähnchen mit Pommes.

Danach geht es schnurstracks zurück nach C und ich komme etwa zur gleichen Zeit dort an, wie das Personal, das den Sicherheitscheck durchführt. Da es sich – wie schon erwähnt – um einen separaten Bereich für Tel Aviv Reisende handelt, geht alles zügig vonstatten.

Der Flieger wird bereit gestellt

Obwohl mir gesagt wurde, dass es in diesem Bereich GAR NICHTS gibt, steht dort ein Verkaufswagen, der Getränke aller Art und auch Sandwiches, Brezen und Eis anbietet. Hätte ich das gewusst, hätte ich mir vielleicht nicht den Stress gemacht.

Der Flug

Die Maschine ist bis zum allerletzten Platz ausgebucht. Das Boarding dauert ein Weilchen und wir heben schließlich mit 10 Minuten Verspätung ab.

Irgendwann gibt es etwas zu Essen. Oh jeh, was bin ich doch froh, dass ich das halbe Hähnchen gegessen habe. Ich entscheide mich für Pasta. Meist gibt es diese im Flugzeug in einer annehmbaren Tomatensauße und mit ein bisschen Glück erwischt man auch noch 1-2 Hackbällchen. Es sei schon mal vorweggenommen, Glück hatte ich keines.

Und dann kam auch noch Pech dazu. Anstatt in der erhofften Tomatensauce, gab es das Schälchen voller Nudeln die sich danach drängten etwas von der seltsam anmutenden grünen Sauce auf dem Boden des Schälchens zu erhaschen.

Es wäre gelogen zu sagen, dass man das gar nicht essen konnte. Zum Überleben reichte es, viel mehr aber auch nicht. Ich hielt mich dann doch lieber an ein Brötchen mit Butter und das kleine Stück Kuchen, das ich durchaus mochte. By the way: Der Wein war lecker nur ein klein wenig zu warm.

Landung in Tel Aviv

Um 22.51 Uhr Ortszeit setzten wir auf dem Rollfeld auf und ca. 10 Minuten später konnten wir die Maschine verlassen. Schnellen Schrittes ging es zur Immigration.

Ben Gurion Tel Aviv

Ich ging an einen der hinteren Schalter, weiß aus Erfahrung, dass die Schlange dort meist kürzer ist. War sie auch… zuerst. Nur irgenwie gesellten sich zu der arabischen Familie vor mir immer mehr Familienmitglieder, sodass ich irgendwann hinter einer Großfamilie feststeckte. Die beiden jungen Frauen hinter mir und ich waren wohl die letzten unseres Fluges, die schließlich einreisen durften. Die anderen Schalter hatten inzwischen schon die gesamten Insassen eines Fluges aus Japan abgefertigt… der später als unserer gelandet war.

Flughafen Ben Gurion Te Aviv

Nun aber schnell zum Gepäckband. Als ich es erreiche, sehe ich schon von weitem meinen Koffer und diesem gelben Blumenanhänger… gehört eigentlich zum Deuter-Rucksack, ist aber ein tolles Erkennungszeichen.

Mein Handgepäck hinter mir herziehend, geht es im Laufschritt zum Gepäckband und ich schaffe es gerade noch, meinen schweren Koffer herunterzuhieven.

Die Fahrt zum Hotel

Ein Taxi zu finden, war kein Problem. Ich hatte mich für dieses teure Fortbewegungsmittel entschieden, weil ich es mitten in der Nacht für am sichersten halte und weil ich möglichst schnell zum Hotel wollte.

Man nennt sein Ziel, eine Art Supervisor nennt den Preis und ab geht es. Als der Fahrer hört, dass ich zum ersten Mal in Tel Aviv bin, macht es wohl einen kleinen Umweg und zeigt mir ein wenig von der Stadt. Ich sauge alles förmlich in mich auf. Und der Umweg braucht mich aus so nicht zu stören, schließlich hat man einen Festpreis und dieser ist nicht Verhandlungssache sondern staatlich festgelegt.

Was man wissen sollte: Vor einer Taxifahrt ist es angeraten, schon mal sein Testament zu machen. Nur für den Fall… Man sollte zudem nicht zu viel aber auch nicht zu wenig gegessen haben, ansonsten nimmt das Ganze ebenso ein schlimmes Ende. Aber im Ernst, der Taxifahrer war totel nett, ist aber gefahren wie ein Lebensmüder. Heute morgen beim Frühstück habe ich gehört, dass das hier Standard ist.

Momo‘s Hostel

Was soll ich sagen? Das Gute ist, man hat ein Dach über dem Kopf. Und das sich dieses Dach richtig toll im Zentrum befindet und dass es nur ein paar Meter zum Strand sind. Und es ist günstig – für israelische Verhältnisse wohlgemerkt – nicht für deutsche!
Das ist es dann aber schon. Es gibt keinen Aufzug und als ich nach Hilfe mit dem Gepäck frage, wird mir einfach gesagt: Nein, gibt es nicht. Ok?! Service sieht anders aus.

Momo's Hostel Tel Aviv

Auch egal! Ich kriege meine Koffer irgendwie in die zweite Etage. Dann gehe ich noch einmal nach unten. Zwei Eingänge weiter ist ein 24/7 geöffneter Supermarkt und ich bekomme dort Wasser und meine Cola für morgens. Der Verkäufer ist sehr freundlich.

Zurück am Hotel gibt es noch ein Zigarettchen… doofes Laster und dann geht es ins Bett. Keine Ahnung wovon, aber ich bin hundekaputt.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Beitragskommentare