Auch in diesem Herbst habe ich wieder meine Heimatstadt Cottbus besucht.

In der Herbstausgabe der Ring-Foto-Zeitschrift waren die schönsten Foto-Locations in Deutschland ein Thema. Beim Lesen war ich doch ziemlich überrascht, als gleich zwei Locations aus meiner Heimatstadt Cottbus dabei waren: das Stadttheater und der Altmarkt.

Als ich jedoch diese beiden Orte sah, war ich schon weit weniger überrascht, da das Theater wirklich imposant ist und der Almarkt wunderschön restauriert wurde.

Das Stadttheater

Um die Jahrhundertwende blühte die Textilindustrie in Cottbus und verhalf dem Bürgertum nicht nur zu Einfluss, sondern weckte bei ihm auch kulturelle Bedürfnisse. Dies äußerte sich auch darin, dass die Stadtverordneten  am 1. November 1905 den Neubau eines Stadttheaters beschlossen. Daraufhin wurde ein Architekturwettbewerb  ausgeschrieben. Am Ende ging der Zuschlag an Bernhard Sehring, der schon1896 das „Theater des Westens“ in Berlin gebaut hatte. Das Theater in Cottbus, erbaut im sezessionistischen Jugendstil, verbindet Architektur, Kunsthandwerk, Malerei und Plastik. Eröffnet wurde es am 1. Oktober 1908 mit Lessings Schauspiel „Minna von Barnhelm“.

Der Altmarkt

Jahrhundertelang wurde der Altmarkt in Cottbus einfach Marktplatz genannt. Erneuert werden musste er nach den großen Bränden von 1600 und 1671.  Das Aussehen des Altmarktes veränderte sich mit der Zeit immer wieder. Im Jahr 1720 sollen drei Brunnen existiert haben. Dann 1766 wurde eine Straßenbeleuchtung aufgestellt und 1893 kamen Kanalisation und Wasserleitungen hinzu. Schließlich wurden 1903 die ersten Schienen der Straßenbahn gelegt. Erst 1937 nach dem Bau des Neuen Rathauses am Neumarkt wurde er in Altmarkt umbenannt. Nach dem zweiten Weltkrieg mussten einige zerstörte Gebäude ersetzt werden. Jedoch waren bis Mitte der 1970er Jahre viele der alten Bürgerhäuser aus dem späten 17. bis frühen 19. Jahrhundert erhalten. Die letzten Restaurierungen fanden von 1980 – 2000 statt.

Mein Fotospaziergang

Mein Ausflug durch Cottbus startete am Stadttheater am Schillerplatz. Dann führte er über die Karl-Liebknecht-Straße mit ihren historischen Häsern. Schließlich gelangte ich zur Spremberger Straße und von dort aus zum Altmarkt. Ein kurzer Blick ging auch auf die Stadtpromenade mit der modernen Straßenbahn. Am Stadtbrunnen kann man noch Reste der alten Stadtmauer erkennen, davor findet sich der sehr moderne Stadtbrunnen.

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