Nur noch knapp sechs Monate bis zur geplanten Reise nach Israel. Ganz am Anfang dachte ich, dass reichlich zwei Wochen in einem so kleinen Land mehr als genug sind. Inzwischen ist es doch ein ganz schön straffer Zeitplan geworden.

Kannte ich anfangs mehr oder weniger nur Jerusalem, Tel Aviv und vielleicht noch Haifa, haben sich nach dem Lesen einiger Reiseführer noch einige Reiseziele dazugesellt.

Ein Kurztrip wird zur Rundreise

Ich fand heraus, dass man in Israel die Gelegenheit hat, in drei verschiedenen Meeren zu baden und dies ohne großartigen logistischen Aufwand.

Und so wird es nun eine echte Rundreise, die in Tel Aviv beginnt, bevor es nach Jerusalem weitergeht. Danach steht Natur auf dem Programm. Nach dem Mittelmeerstränden von Tel Aviv geht es nun weiter zum Toten Meer. Ein Gedi und Ein Bokek sind die Siedlungen auf israelischer Seite am Toten Meer. Von dort aus geht es schließlich ganz in den Süden nach Eilat und damit an das Rose Meer. In Eilat dann werde ich Israel verlassen und nach Jordanien weitereisen. Dort stehen Petra und die Wadi Rum auf dem Programm, bevor es über Eilat zurück nach Tel Aviv geht.

Nah und ohne Jetlag

Das tolle am Reiseziel Israel ist, dass man schnell dort ist. Wenn man das Glück hat, einen günstigen Direktflug zu erwischen, sind es nur wenige Stunden.

Ich hatte dieses Glück und fliege am Sonntagmorgen um 6:00 Uhr ab Düsseldorf. Bereits um 11:20 Uhr Ortszeit landet der Flieger auf dem Ben Gurion Airport von Tel Aviv. Das sind knappe viereinhalb Stunden Flugzeit. Und ebenso nicht zu verachten ist, dass es bei einer Stunde Zeitunterschied keinen Jetlag gibt.

Bei einem Umsteigeflug ist man einige Stunden länger unterwegs, sodass der Vorteil der Nähe nur dann richtig zum Tragen kommt, wenn man direkt fliegt. Hier heißt es frühzeitig buchen! Habe meinen Flug ca. 9 Monate vorab gebucht.

Israel ist klein

Das Land misst von Nord nach Süd gerade einmal 470 km. An seiner breitesten Stelle von Ost nach West sind es nur 135 km und an der schmalsten Stelle sind ganze 15 km. Die überschaubare Größe des Landes ist ein riesiger Vorteil, wenn man nicht allzu viel Zeit zur Verfügung hat und trotzdem möglichst viel sehen möchte. Es gibt so viele historische Stätten, die einen Besuch lohnen. Gleichzeitig ist da die atemberaubende Natur, die man auf gar keinen Fall verpassen möchte.

Man kann Israel aufgrund seiner Größe gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Komfortabler jedoch ist es mit einem Mietwagen. Man ist hier an keine Buszeiten gebunden und erreicht speziell die außerstädtischen Sehenswürdigkeiten viel einfacher. Für mich als Hobbyfotografin bietet der Leihwagen außerdem den Vorteil, einfach anhalten zu können, wenn irgendwo am Rande der Fahrtroute etwas interessantes auftaucht.

Israel ist teuer!

Einen Knackpunkt musste ich gleich am Anfang der Reiseplanung erkennen. Dass Israel kein billiges Reiseland ist, war mir klar. Aber dennoch bin ich über die Hotelpreise ein wenig erschrocken. Für eine einigermaßen ansprechende Unterkunft in guter Lage muss man mindestens zwischen 80 und 100 Euro rechnen. Das schlägt natürlich ziemlich zu Buche.

Schlafsaalbetten gibt es reichlich, diese sind zwar um einiges günstiger als ein Einzel- oder Doppelzimmer, aber im Vergleich zu anderen Ländern ist diese Art der Übernachtung immer noch recht teuer.

Wie dem auch sei, ich benötige mein eigenes Zimmer und mein eigenes Bad.

Sparen kann man, so glaube ich, an anderer Stelle. Zum Beispiel sind die öffentlichen Verkehrsmittel sehr günstig und selbst ein Mietwagen sprengt nicht den finanziellen Rahmen. Restaurantbesuche sind wieder teuer, aber wenn man auch mal auf Märkten isst und sich Getränke auch mal im Supermarkt holt, sollte ein mittleres Budget genügen.

Isreal ist interessant

Nur wenige Staaten sind so umstritten wie Israel. Der noch junge Staat hat es nicht leicht, Lösungen für Konflikte zu finden, die weit in die Vergangenheit zurückreichen und somit tief verwurzelt sind. Israel ist ein vielfältiges und vielschichtiges Land und verdient es, dass man sich ein Bild von ihm macht, dass nicht nur von Informationen aus zweiter Hand gespeist wird. Ich freue mich sehr auf diese Reise und wünsche mir ganz viele Eindrücke von dem Land und seinen Menschen.

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