29.03.2018:

Hallo, ich bin’s… die Petra. Heute muss ich Luna vertreten. Sie hatte eine Ovarektomie und schläft in ihrem Körbchen.

Es ist gut, dass die OP vorbei ist. Obwohl die Entscheidung zu dieser OP alles andere als leichtgefallen ist, stehen wir nach wie vor dahinter.

Die Entscheidung war nicht einfach

Früher – z. B. beim Struppi aus meiner Kindheit – war es keine große Sache, wollte man mit seinem Hund nicht züchten, wurde dieser kastriert und fertig. Doch die Zeiten haben sich geändert.

Heutzutage wägt man Für und Wider sorgfältig gegeneinander ab. Durch die vielen neuen Erkenntnisse auch auf dem Gebiet der Medizin, gibt es auch viel mehr Aspekte einer solchen OP, die es abzuwägen gilt. Nicht zuletzt ist da der ethische Aspekt. Körperliche Unversehrtheit hat einen hohen Stellenwert, solange medizinische Gründe für eine solche OP nicht überwiegen.

Da diesem Thema sowohl im Internet als auch in der entsprechenden Sachliteratur Aufmerksamkeit geschenkt wird, haben auch wir zu Hause schon frühzeitig darüber diskutiert und abgewogen. Das Ergebnis dessen war damals, dass wir großen Respekt gegenüber der körperlichen Unversehrtheit von Luna hatten und diese wenn möglich bewahren wollten.

Für und Wider

Luna wurde erst mit eineinhalb Jahren zum ersten Mal läufig. Es dauerte dann sehr lange – fast zwei Monate – bis alles größtenteils vorüber war. Die Schwellung der Zitzen hielt noch länger an. Auffällige Symptome einer Scheinträchtigkeit wie „Nestbau“ konnten wir nicht feststellen.

Wir hatten uns Sorgen gemacht, weil die Läufigkeit so spät kam. Nun, da sie überstanden war, glaubten wir, der sprichwörtliche Knoten sei geplatzt und von nun an würde es etwa im 7-Monats-Rhythmus weitergehen. Danach wäre die nächste Läufigkeit in den ersten Februartagen zu erwarten.

Der Februar kam und ging, doch von Läufigkeit keine Spur. Auch nicht im März. Wir entschieden uns, das „Problem“ beim nächsten Tierarztbesuch anzusprechen. Der kam am 20. März , als die jährlichen Impfungen dran waren.

Den Ausschlag gab, dass die Ärztin uns erklärte, dass man bestimmten Tumoren – wie dem Gesäugekrebs – durch eine Kastration vorbeugt. Außerdem sei mit Spätfolgen – wie Inkontinenz – nicht zu rechnen, da dies bei kleinen Hunden selten ist und im Fall von Luna nur die Eierstöcke entnommen würden.

Am Ende des Beratungsgesprächs mit der Tierärztin entschieden wir uns für eine Ovarektomie und machten einen Termin für den 29. März – also heute.

Der Tag der OP

Am Morgen zwischen 8:00 und 9:00 Uhr musste Luna in der Tierklinik abgegeben werden. Sie hatte am Tag zuvor um 17:00 Uhr ein verfrühtes Abendessen. Wasser trinken durfte sie die ganze Zeit.

Luna war geschockt, dass sie allein dableiben musste. Sie hat es ja nicht so sehr mit Fremden und wann immer sie nach dem Aussteigen aus dem Auto checkt, dass sie sich auf dem Parkplatz beim Tierarzt befindet, fängt sie an zu jammern und zu zittern. Das war kein leichter Moment, aber da mussten wir nun durch.

Um 16:00 Uhr durfte ich sie wieder abholen. Seit einem Telefonat ein paar Stunden früher wusste ich, dass die Kleine alles gut überstanden hatte. Trotzdem war ich aufgeregt, wusste ja nicht, was mich erwartet.

„Sie werden sich wundern, wie fit die Luna ist“, wurde ich von der Arzthelferin empfangen. Und als Luna wenig später gebracht wurde, war ich wirklich erstaunt. Sie freute sich riesig, mich zu sehen und ich musste sie gut festhalten, damit sie nicht vom Tisch sprang.

Wir hatten uns für einen Body, anstelle einer Halskrause, entschieden, da es weitaus angenehmer ist, mit diesem tagelang herumzulaufen als mit einem Lampenschirm um den Hals, der sowohl beim Liegen stört, als auch beim Laufen das Sichtfeld einschränkt.

Wieder Zuhause

Zuhause angekommen, war Luna so schnell auf das Sofa gesprungen, dass ich keine Chance hatte, dies zu verhindern. Springen ist nach einer OP jedoch nicht erlaubt, ebenso wenig sie Treppenlaufen.

Um uns beide Stress zu ersparen, baute ich eine Barrikade rund um das Sofa. Unten findet ihr ein Bild von dem „Nicht Kunstwerk“, dass aber seinen Zweck erfüllte.

Je weiter der Nachmittag voranschritt umso mehr baute Luna ab. Einmal musste sie sich übergeben.

Mir war gesagt worden, dass sie am Abend ein wenig fressen dürfe. Ich hatte ihr Pute mit Süßkartoffeln und Möhren gekocht. Eine leicht verdauliche Lieblingsspeise. Gegen 20:00 Uhr tat ich ihr einen Löffel voll davon in den Napf… und sie fraß… und es blieb drin. Also gab ich ihr eine halbe Stunde später noch einmal zwei Löffel voll. Auch diese wurden gefressen und vertragen.

Damit ging dieser Tag zu Ende. Wir alle waren froh darüber.

Der Tag nach der Operation (2/3)

Manchmal hat man’s nicht leicht (3/3)

 

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