Deutsch ist nicht wirklich eine Weltsprache und deshalb trifft man bei Auslandsreisen recht schnall auf die Sprachbarriere. Natürlich wäre es uns am liebsten, wenn Besucher in unserem Lande Deutsch sprechen und wir uns bei Besuchen im Ausland ebenfalls in unserer Muttersprache verständigen können. Aber so läuft das nun einmal nicht. Die Sprachbarriere ist oft ein Grund, weshalb so mach einer bei Auslandsreisen Bedenken hat.

Eine Fremdsprache ist nützlich – schafft jedoch die Sprachbarriere nicht aus der Welt

Wer eine Fremdsprache – vor allem Englisch – zumindest einigermaßen beherrscht, ist natürlich klar im Vorteil. Je exotischer das Reiseziel jedoch ist, umso eher stößt man auch mit Englisch an Grenzen und da ist sie dann wieder, die gefürchtete Sprachbarriere. Während man in Großstädten und bei jüngeren Leuten fast immer mit Englisch weiterkommt, ist vor allem in ländlichen Gebieten die Sprachbarriere scheinbar unüberwindlich. Trotzdem sollte man dieser Sprachbarriere bei Reisen in ferne Länder keine übermäßige Bedeutung beimessen. Mit Händen und Füßen, wie man so schön sagt, kommt man oft weiter als gedacht. Und mal ganz ehrlich, neben der Erkundung fremder Kulturen hat doch auch das Erleben einer fremden Sprache seinen Reiz.

Begegnung in Südkorea

Ich erinnere mich da an eine schöne Begegnung während meiner Südkorea-Reise. Ich fuhr mit einem normalen Linienbus über Land. Eine Frau mit viel Gepäck stieg später hinzu. Der Bus war recht gut besetzt. Sie versuchte mit ihrem Gepäck irgendwie klarzukommen und ließ sich schließlich auf den Platz neben mich plumpsen. Dann traf ihr Blick auf mich. Ein erschrockenes „Huch…“, dann ein Lächeln… Wir verbrachten eineinhalb Stunden Fahrt miteinander und haben uns „großartig“ unterhalten. Mit Händen und Füßen, sie mit drei Worten Englisch und dem Rest Koreanisch, ich mit drei Worten Koreanisch und dem Rest Englisch.

Nützliche Hilfsmittel

Es gibt natürlich auch Hilfsmittel. Ich habe mir zum Beispiel ein Bildwörterbuch gekauft. Es ist klein, passt daher in jede Tasche und man zeigt einfach auf die Bildchen und kann sich so verständlich machen. Nützlich ist es auch, einen kleinen Taschenrechner dabei zu haben. Auf Märkten z. b., wo es keine Preisschilder gibt, kann man sich den Preis eintippen lassen und vermeidet so Missverständnisse.

Ein paar Worte Landessprache

Und dann kann ich nur empfehlen, zumindest ein paar Worte in der Landessprache zu erlernen. Nicht nur, dass sich damit die Sprachbarriere ein klein wenig verringert, vor allem öffnen ein paar Worte Landesprache die Herzen. Dies sollte man nicht unterschätzen. Im Moment lerne ich Hebräisch. Ich bin selbst überrascht, dass mir diese Sprache recht leicht fällt. So umfasst mein Wortschatz bereits 40 Wörter und Redewendungen. Dies soll noch ein wenig erweitert werden, sodass ich eigentlich ganz gut zurechtkommen sollte. Etwas anders sieht es mit Arabisch aus. Da tue ich mich schwer und es wird wohl auf Begrüßung/Verabschiedung, ja/nein und bitte/danke hinauslaufen. Aber das ist besser als nichts und sollte für die drei Tage in Jordanien reichen. Welche Erfahrungen hast du mit der Sprachbarriere gemacht? Kommentare sind erwünscht.

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