Hallo, ich bin’s, die Luna… Wuff! Heute geht es zum Tierarzt. Warum nur? Mir fehlt doch gar nichts! Ich kann den Tierarzt nicht leiden! Das ist ein offenes Geheimnis. Aber meine Familie nimmt nicht wirklich Rücksicht darauf. Ich weiß, sie wollen nur mein Bestes. Aber muss ich den Tierarzt deshalb mögen?

Noch ist alles gut

Der Tag begann gar nicht mal so übel. Zwar musste ich eine Weile mit „entspannter Klassik“ von Alexa allein zu Hause bleiben, weil Papa Frühschicht hatte. Als er nach Hause kommt, kann ich nichts dagegen tun, die Freude ist so groß, dass ich mich einfach fast überschlage, denn ich weiß, dass jetzt zusammen etwas unternehmen.

Dann geht es auch schon los und nach einer Weile ist klar, dass wird keine unserer üblichen Runden, dass wird der ganz große Spaziergang. Wir holen Mama von der Arbeit ab. Toll!

Den Rückweg machen wir dann mit dem Auto, aber irgendwie dauert es zulange. Leider kann ich aus meiner Box heraus den Grund dafür nicht feststellen. Stadtwald? Aa-See?

Endlich sind wir da, ich springe freudig aus meiner Box im Kofferraum… und bleibe wie angewurzelt stehen.

Echt jetzt? Nö!!!!!

Wir sind beim Tierarzt

Mama sagt, ich solle noch schnell ein Pieselchen machen. Aber mir ist völlig die Lust vergangen. Ich verspüre nur ein Bedürfnis im Moment. Weg hier!

Ich kann ein leises Jammern nicht unterdrücken. Als wir zielstrebig auf den Eingang zusteuern, jammere ich schon etwa lauter.

Wir müssen noch etwas warten. Im Wartezimmer riecht es nach anderen Hunden und Katzen, vor allem aber nach Angst.

Die Mieze in der Box kaum zwei Meter von mir entfernt, sieht auch alles andere als glücklich aus.

Wir werden aufgerufen. Ich will nicht mit, muss aber… die Leine lässt mir keine andere Wahl.

Schon stehe ich auf dem Tisch und zittere, als würde dieser mitten in Sibirien stehen. Die Ärztin streichelt mir übers Fell und alle reden mir aufmunternd zu. Ich bin zu aufgeregt, um den Gesprächen folgen zu können. Es geht irgendwie um Impfen… und um meine Läufigkeit. Das verstehe ich überhaupt nicht. Ist doch schon ewig her.

Dann halten sie mich etwa fester. Wäre gar nicht nötig, ich bin eh wie paralysiert. Es piekst kurz, dann kommt noch etwas meine Nase. Bäh, dass ist richtig doof!

Kurz später sind wir wieder draußen. Ich habe es geschafft! Ich lebe! ICH LEBE!!! Huch, was muss ich nötig pieseln. Ich zerre in Richtung Wiese und erleichtere mich erst einmal ordentlich.

Als wir wieder zu Hause sind, muss ich dringend in mein Körbchen. Was war das doch für ein anstrengender Tag!

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